Kostenträger- und Ergebnisrechnung CORAK-ER

Das Standardprogrammpaket CORAK-ER wurde auf der Basis unserer 40-jährigen Beratungserfahrung in der Fertigungsindustrie sowie in Handels- und Dienstleistungs­unternehmen entwickelt. Es ist integriert mit der Kostenstellenrechnung  CORAK-BAB und der Prozesskosten­rechnung  CORAK-ABC einsetzbar. CORAK-ER ist branchenunabhängig anwendbar für Auftrags-, Einzel- und Serienfertiger.  ist modular aufgebaut und zeichnet sich durch einfache Integration in jede bestehende Softwareumgebung aus.  CORAK-ER ist ein Client-Server-System und wird unterstützt von der Datenbank Microsoft SQL-Server.

 

> Anwendungsmethode und Funktionsmerkmale

  •  Die Artikel- und Kundenergebnisrechnung übernimmt die Erlöse und Mengen jedes Artikels aus der Fakturierung und verrechnet alle Kostenbestandteile gegen diese Erlöse.
  • Die Ergebnisse werden in Form der differenzierenden Deckungsbeitragsrechnung ausgegeben und zu Artikelgruppen, Sparten, Kunden, Vertretern sowie Profitcentern
  • Die Unternehmenserfolgsrechnung wird im Umsatzkosten- oder Gesamtkostenverfahren dargestellt.
  • Die Angebotskalkulation wird unterstützt durch Stücklisten, Arbeits- und Prozesspläne, die pro Kostenträger bzw. Kostenträgergruppe (Referenzmodelle) verwaltet werden können.
  • Fertigungsauftragsvor- und -nachkalkulation erfolgt durch automatische Übernahme der Material- und Fertigungskosten aus Ihrem ERP- bzw. PPS-System und/oder Verwaltung von Stücklisten, Arbeits- und Prozessplänen.
  • In allen Bereichen können die Methoden der Bezugsgrößen-, der Koeffizienten-, der Prozesskosten- und der differenzierten Zuschlagskalkulation frei kombiniert werden.
  • Nach dem Prinzip der Deckungsbeitragsrechnung werden die Daten generell mit ihren proportionalen und fixen Bestandteilen verwaltet und dargestellt. Somit können alle Auswertungen parallel Teil- und Vollkosten ausweisen.
  • Gemeinkosten können in Form von Prozesskostensätzen durch Prozesspläne auf Artikel und Kunden verrechnet werden.
  • Die Planergebnisrechnung wird auf Basis des Planabsatzes und -umsatzes je Artikel für Monat und Planjahr unter Anwendung von Stücklisten, Arbeitsplänen und Prozessplänen erzeugt. Auch eine Plansimulation ist möglich.
  • Der Plan- Soll-Ist-Vergleich durch Gegenüberstellung der Plan- und Ist-Erlöse sowie der Plan- bzw. Soll- und Ist-Kosten erfolgt automatisch.

 

> Verrechnung der Einzelkosten

Die Material- und Fertigungseinzelkosten des Kostenträgers (Fertigprodukt, Kundenauftrag oder Projekt) können über folgende Möglichkeiten in beliebiger Kombination verrechnet werden. Zur Abstimmung mit der Kostenstellenrechnung können auch Einzelkosten automatisch an die Kostenstellenrechnung für den Ausweis einer Kostenüber-/ -unterdeckung gegengebucht werden.

  • Aus bestehenden ERP/PPS-System können die kalkulierten Einzelkosten in beliebiger Detaillierung und Periodisierung übernommen und historisch verwaltet werden.
  • Ist kein ERP-System vorhanden oder nicht vollständig definiert, können diese über Stücklisten und Arbeitspläne in CORAK-ER je Kostenträger und/oder Kostenträgergruppe verwaltet und ergänzt werden. Dies ist häufig für nachgelagerte Arbeiten für Verpackung und Logistik notwendig. Die Bewertung wird dann anhand der Preishistorie für die Material- und Arbeitsgangpositionen durchgeführt.
  • In einigen besonderen Fällen werden auch Einzelkosten über Prozesspläne verrechnet. In der Regel handelt es sich jedoch um eine besondere Form der verursachungsgerechten Verrechnung von Gemeinkosten.

 

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Arbeitsplan, Stückliste und Einzelkosten-Tabelle

 

> Verrechnung der Gemeinkosten

Bei der Verrechnung der Gemeinkosten stehen neben der klassischen Methode der einfachen und differenzierenden Zuschlagskalkulation noch die Koeffizientenkalkulation und Prozesskostenkalkulation in beliebiger Kombination zur Verfügung. Zur Abstimmung mit der Kostenstellenrechnung können die berechneten und verrechneten Gemeinkosten automatisch an die Kostenstellenrechnung gegengebucht werden. Damit wird je Monat auf einfache Weise die Kostenüber- und -unterdeckung je Kostenstelle und/oder Kostenstellengruppe automatisch ausgewiesen.

  • Die einfache Zuschlagskalkulation kann beliebig viele Zuschlagssätze für Material, Fertigung, Verwaltung Vertrieb, Logistik usw. verwalten und in den verschiedenen Kalkulationsschemata einsetzen. In dieser Variante werden alle Kostenträger gleich behandelt.
  • In der differenzierenden Zuschlagskalkulation können ebenfalls beliebig viele Zuschlagssätze verwaltet und in den verschiedenen Kalkulationsschemata eingesetzt werden. Über dieser Struktur gibt es jedoch eine frei definierbare Kostenträger-Zuschlagsgruppe die den Kostenträgern zugeordnet werden und sich beispielsweise an der Produktgruppe oder Erzeugnisgruppe orientieren. In dieser Variante werden dann die einzelnen Kostenträger entsprechend der Zuordnung der Kostenträger-Zuschlagsgruppe beaufschlagt.
  • Durch die Koeffizientenkalkulation kann eine besondere Kombination von Kostenträger, Produktgruppe, Kunde, Vertriebsweg, Vertreter für die Verrechnung von Gemeinkosten verwendet werden. Diese vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten könnte man auch als Vorstufe der Prozesskostenverrechnung sehen, die den verursachungsgerechte Verrechnung der Gemeinkosten noch ein Stück näher kommt. Die Verrechnung erfolgt faktorbezogen nach Betrag, Menge oder Anzahl auf bestehenden Basisbuchungen – in der Regel Fakturierungssätze. Hiermit kann z.B. die Verrechnung von Vertreter-Provisionen (3% auf den Umsatz)veranlasst werden. Wenn die Produktgruppe „Mountainbike“, Vertreter „Müller“, Verkaufsgebiet „Baden“ einen Umsatz von 100 € hat, wird der hinterlegte Koeffizient mit dem Faktor 100, dem Bezug „Betrag“ und dem Kostensatz 3 € automatisch vom Umsatz abgezogen. Diese Methode ist universell für den Vertrieb auch für die Verrechnung eines Gebietsverkaufsleiters, aber auch für Logistikkosten, Fakturierungskosten usw. einsetzbar.
  • Bei Verrechnung durch die Prozesskostenkalkulation werden Gemeinkosten nach verschieden Kostentreiber-Mengen verursachungsgerecht auf Kostenträger verrechnet. Die Verwaltung der Verrecher-ktr-prozessplannungsmethode erfolgt über Prozesspläne, die wie bei der Stückliste und dem Arbeitsplan direkt dem Kostenträger oder der Kostenträgergruppe zugeordnet sind. Die einzelnen Hauptprozesse haben die verschiedensten Möglichkeit der Verrechnung bzw. Auslösung. Dies sind in den meisten Fällen eine Kombination von Faktor, Prozess je Los, Menge, Vorgang, Lebens­zyklus, Export, Import, Kunde und Kostenart. Die Prozess­kostenkalkulation ist in einer besonderen Art in die Kostenstellen und Prozess­kostenrechnung integriert und ermöglicht damit einen automati­sierten und perma­nenten Plan-Ist-Vergleich. Nach­folgend im Bereich „integrierte Prozess­kosten­rechnung“ erläutert.

 

Prozessplan

 

> Integrierte Prozesskostenrechnung

CORAK-ER kann mit dem Modul Prozesskostenrechnung Gemeinkosten in Form von Prozesskostensätzen automatisch verrechnen.

Die Ist-Kostentreibermengen werden in  CORAK-ER errechnet und bewirken die Kostenverrechnung durch Prozesspläne. Diese können pro Kostenträgergruppe oder je Kostenträger verwaltet werden.

Die Prozesskostenrechnung CORAK-ABC ermittelt die Prozesskostensätze aus  der Kostenstellenrechnung CORAK-BAB oder jeder anderen Kostenstellenrechnung.

Die in der Ergebnisrechnung verrechneten Ist-Kostentreibermengen werden in die Hauptprozesse von CORAK-ABC zurück geschrieben. Dort lösen sie die Errechnung der Ist-Prozesskosten und Kostensätze für den monatlichen Soll-Ist-Vergleich aus. Auf diese Weise kontrolliert sich die Prozesskostenrechnung vollautomatisiert.

Durch diese Berechnungslogik kann beispielsweise zum Jahresende der durchschnittliche Ist-Kostensatz berechnet und in die Ergebnisrechnung übernommen werden. Damit ist die Null-Verprobung auf einfache Art sichergestellt.

 

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 Integration der Prozesskostenrechnung in die Kostenstellen-, Kostenträger- und Ergebnisrechnung

 

> Kalkulation

Das Modul Vor- oder Angebotskalkulation verrechnet die Material- und Fertigungskosten über Stücklisten und Arbeitspläne. Die Gemeinkosten werden wahlweise durch Prozesskosten- und Zuschlagssätze verrechnet.

Es können Referenzmodelle auf Kostenträger und Kostenträgergruppenebene verwaltet werden. Damit können Variantenstücklisten und –arbeitspläne außerhalb des ERP-Systems variieret werden.

Die Angebotskalkulation berücksichtigt die kundenindividuellen Erlösschmälerungen (Skonto, Bonus, Rabatt usw.) sowie auftragsbezogene Kosten (Mindermengen, Frachten, Eilaufträge, Sonder­verpackung usw.).  CORAK-ER arbeitet auch in der Kalkulation parallel mit Teil- und Vollkosten.

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Angebotskalkulation

 

 

> Nachkalkulation

Einzel- und Serienfertiger ohne ERP/PPS-System können für die Nachkalkulation von Fertigungsaufträgen die Stücklisten, Arbeits- und Prozesspläne in  nutzen. Wird ein ERP/PPS-System eingesetzt, werden von dort die Material- und Fertigungseinzelkosten pro Fertigungsauftrag bzw. Kostenträger automatisch übernommen. Kundenauftrags- und Projektfertiger können zudem Direktbuchungen von Material-, Fertigungs- und sonstigen Kosten auf den Kostenträger abrechnen.

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Ergebnisrechnung Plan-Ist-Vergleich

 

> Reporting

Im Reporting werden Standardberichte zur Verfügung gestellt. Ebenso können Sie Ihre Reports individuell gestalten und in Excel exportieren.

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Kunden-Artikel-Ergebnisrechnung – Tabellenauswertung

> Automatische Datenübernahme

Mit dem Schnittstellengenerator können aus den unterschiedlichsten Quelldateien Stamm- und Bewegungsdaten übernommen werden. Grundprinzip von CORAK-ER ist, alle zu verrechnenden Daten aus Fakturierung, Finanzbuchführung, Lohnabrechnung, Fertigung, Materialwirtschaft, Betriebsdatenerfassung usw. automatisch zu übernehmen.

Beispiele für die Übernahme sind Ist- und Planbuchungen, Kostenträgerstamm- oder Kundenstammdaten. Leistungsdaten wie Stunden, Stück, Meter, m², kg usw. lassen sich bei der Datenübernahme automatisch bewerten.

 

> Vertriebs-Informations-System mit CORAK-VIS

 

Durch die VIS-Auswertung werden die Ergebnisdaten für Ad-hoc-Analysen im System gespeichert. Es können hier beliebige Zeiträume, Ist und/oder Plan mit frei definierbaren Spalten dargestellt werden. Es besteht eine freie Kombination der Summenberechnung und der Auswertung beliebiger Einzelseiten. Im Nachfolgenden Beispiel wurde die Erzeugnisgruppe „HGB Herren-Gelände-Bikes“ mit den Einzelseiten je Kunde ausgewertet. Es stehen insgesamt 13 beliebig kombinierbare Auswertungskriterien zur Auswahl. Diese sind „Alle Daten“, „Kostenträger“, „Sparte“, „Produktgruppe“, „Erzeugnisgruppe“, „Technischer Typ“, „Rechnungsnummer“, „Auftragsnummer“, „Kunde“, „Vertreter“, „Konzern“, „Zentrale“ und „Vertrieb“. Alle Bezeichnungen wie Kostenträger können kundenspezifisch in Artikel, Projekt usw. geändert werden.

er-ktr-vis

 

Gleichzeitig sind diese Ergebnisdaten von CORAK-ER so abgelegt, dass ein einfacher Import in ein analytisches Datenbanksystem (OLAP) möglich ist. Hierbei gibt es für die Business Intelligence Lösungen von Jedox, Qlik und Cubeware bestehende Lösungen.

In den Business Intelligence Lösungen sind der Analyse und dem Reporting fast keine Grenzen gesetzt, womit eine multidimensionale Auswertung in Form von Tabellen, ABC-Analysen, Analysebäumen und professionellen Geschäftsgrafiken möglich.

Siehe nachfolgende Beispiele:

Management Dashboard und Menü für Details

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Top 10 – Analyse nach Region und Produkt

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Sales Analyse nach Regionen Plan-Ist-Vergleich

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Management Cockpit

 

 

 

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>Beratung und Support

CORAK  unterstützt die Anwender durch qualifizierte Beratung bei der Umsetzung Ihrer individuellen Controlling-Anwendung und integriert die neue Lösung in Ihre DV-Umgebung. Die Implementierung und Schulung Ihrer Mitarbeiter benötigt nur wenige Tage.

Wir gewährleisten die ständige Weiterentwicklung der Programme und Methoden.

Die Einführung eines Controllingsystems betrachten wir nicht als einmalige Maßnahme, sondern als Start zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

Für den Bereich Controlling und Business Intelligence sprechen Sie unseren Experten an:

Martin Trescher
Partner und Prokurist

E-Mail: m.trescher@corak.de
Tel.: +49 (761) 15277-30
Mobil: +49 (171) 36 39 581

 

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